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Reasons and Persons: Teletransport I

«I enter the teletransporter. I have been to Mars before, but only by the old method, a space-ship journey taking several weeks. This machine will send me at the speed of light. I merely have to press the green button. Like others, I am nervous. Will it work? I remind myself what I have been told to expect. When I press the button, I shall lose consciousness, and then wake up at what seems a moment later. In fact I shall have been unconscious for about an hour. The Scanner here on Earth will destroy my brain and body, while recording the exact states of all my cells. It will then transmit this information by radio. Travelling at the speed of light, the message will take three minutes to reach the Replicator on Mars. This will then create, out of new matter, a brain and body exactly like mine. It will be in this body that I shall wake up.
Though I believe that this is what will happen, I still hesitate. But then I remember seeing my wife grin when, at breakfast today, I revealed my nervousness. As she reminded me, she has been often teletransported, and there is nothing wrong with her. I press the button. As predicted, I lose and seem at once to regain consciousness, but in a different cubicle. Examining my new body, I find no change at all. Even the cut on my upper lip, from this morning’s shave, is still there.»

- Derek Parfit, Reasons and Persons, Oxford 1984.

§ 9. Personal identity.[..T]o find wherein personal identity consists, we must consider what person stands for;- which, I think, is a thinking intelligent being, that has reason and reflection, and can consider itself as itself, the same thinking thing, in different times and places; which it does only by that consciousness which is inseparable from thinking, and, as it seems to me, essential to it: it being impossible for any one to perceive without perceiving that he does perceive. When we see, hear, smell, taste, feel, meditate, or will anything, we know that we do so. Thus it is always as to our present sensations and perceptions: and by this every one is to himself that which he calls self:- it not being considered, in this case, whether the same self be continued in the same or divers substances. For, since consciousness always accompanies thinking, and it is that which makes every one to be what he calls self, and thereby distinguishes himself from all other thinking things, in this alone consists personal identity, i.e. the sameness of a rational being: and as far as this consciousness can be extended backwards to any past action or thought, so far reaches the identity of that person; it is the same self now it was then; and it is by the same self with this present one that now reflects on it, that that action was done.
- John Locke, An Essay concerning human understanding, Chapter XXVII, Of Identity and Diversity

§ 9. Personal identity.
[..T]o find wherein personal identity consists, we must consider what person stands for;- which, I think, is a thinking intelligent being, that has reason and reflection, and can consider itself as itself, the same thinking thing, in different times and places; which it does only by that consciousness which is inseparable from thinking, and, as it seems to me, essential to it: it being impossible for any one to perceive without perceiving that he does perceive. When we see, hear, smell, taste, feel, meditate, or will anything, we know that we do so. Thus it is always as to our present sensations and perceptions: and by this every one is to himself that which he calls self:- it not being considered, in this case, whether the same self be continued in the same or divers substances. For, since consciousness always accompanies thinking, and it is that which makes every one to be what he calls self, and thereby distinguishes himself from all other thinking things, in this alone consists personal identity, i.e. the sameness of a rational being: and as far as this consciousness can be extended backwards to any past action or thought, so far reaches the identity of that person; it is the same self now it was then; and it is by the same self with this present one that now reflects on it, that that action was done.

- John Locke, An Essay concerning human understanding, Chapter XXVII, Of Identity and Diversity

“Was sie so verstört hat [..] ist die vom Traum bewirkte Aufhebung der gegenwärtigen Zeit. Sie hängt nämlich sehr an ihrer Gegenwart, die sie für nichts in der Welt eintauschen würde, weder gegen die Vergangenheit noch gegen die Zukunft.”
“[D]as war der wahre und einzige Seinsgrund der Freundschaft: einen Spiegel zu liefern, in dem der andere sein einstiges Bild betrachten kann.”
“Wie kann man unter der Abwesenheit von jemandem leiden, der anwesend ist? [..] wenn man eine Zukunft vorausahnt, in der der Geliebte nicht mehr ist; wenn der Tod des Geliebten unsichtbar schon gegenwärtig ist.”
“[I]ch stellte mir das vor mir liegende Leben wie einen Baum vor. Ich nannte ihn damals den Baum der Möglichkeiten. Nur während einer kurzen Zeit sieht man das Leben so. Danach erscheint es wie [..] ein Tunnel, aus dem man nicht herauskann.”
“Ich habe mir vorgestellt, du seist jemand anderes. Dass du anders bist, als ich mir dich vorstelle. Dass ich mich in deiner Identität getäuscht habe.”
“Seine Eifersucht [..] verwandelte [..] eine geliebte Frau in das Trugbild einer geliebten Frau. Und da sie für ihn kein sicheres Wesen mehr war, gab es in dem Chaos ohne Werte, das die Welt ist, keinen festen Punkt mehr.”
“Ich habe Angst, wenn mein Auge blinzelt. Angst, dass während dieser Sekunde, in der mein Blick erlischt, sich eine Schlange, eine Ratte, ein anderer Mann an deine Stelle schiebt.”
- Milan Kundera

“Was sie so verstört hat [..] ist die vom Traum bewirkte Aufhebung der gegenwärtigen Zeit. Sie hängt nämlich sehr an ihrer Gegenwart, die sie für nichts in der Welt eintauschen würde, weder gegen die Vergangenheit noch gegen die Zukunft.”

“[D]as war der wahre und einzige Seinsgrund der Freundschaft: einen Spiegel zu liefern, in dem der andere sein einstiges Bild betrachten kann.”

“Wie kann man unter der Abwesenheit von jemandem leiden, der anwesend ist? [..] wenn man eine Zukunft vorausahnt, in der der Geliebte nicht mehr ist; wenn der Tod des Geliebten unsichtbar schon gegenwärtig ist.”

“[I]ch stellte mir das vor mir liegende Leben wie einen Baum vor. Ich nannte ihn damals den Baum der Möglichkeiten. Nur während einer kurzen Zeit sieht man das Leben so. Danach erscheint es wie [..] ein Tunnel, aus dem man nicht herauskann.”

“Ich habe mir vorgestellt, du seist jemand anderes. Dass du anders bist, als ich mir dich vorstelle. Dass ich mich in deiner Identität getäuscht habe.”

“Seine Eifersucht [..] verwandelte [..] eine geliebte Frau in das Trugbild einer geliebten Frau. Und da sie für ihn kein sicheres Wesen mehr war, gab es in dem Chaos ohne Werte, das die Welt ist, keinen festen Punkt mehr.”

“Ich habe Angst, wenn mein Auge blinzelt. Angst, dass während dieser Sekunde, in der mein Blick erlischt, sich eine Schlange, eine Ratte, ein anderer Mann an deine Stelle schiebt.”

- Milan Kundera

»Wenn ich für meinen Teil recht tief in dasjenige eindringe, was ich mein Ich nenne, so treffe ich allemal auf gewisse partikuläre Vorstellungen oder auf Empfindungen von Hitze oder Kälte, Licht oder Schatten, Liebe oder Haß, Lust oder Unlust. Ich kann mein Ich nie allein ohne eine Vorstellung ertappen, und alles, was ich beobachte, ist nie etwas andres als eine Vorstellung. Wenn meine Vorstellungen eine Zeitlang aufgehoben sind, wie im tiefen Schlafe, so fühle ich während dieser Zeit mein Ich gar nicht, und man könnte mit Wahrheit sagen, daß es gar nicht existiere.«

— David Hume

“Vorstellungen haben kein bestimmbares oder endgültiges Aussehen, [..] naturgemäss bleibt es eine offene [..] Frage, ob die in dem einen Beschauer [..] gegenwärtige Vorstellung übereinstimmt mit den Vorstellungen anderer Beschauer und ob irgendeine dieser je möglichen Vorstellungen mit der Person des Mannes selbst übereinstimmt.Was in Giacomettis [..] Werk [..] thematisch wird, ist die Nichtabbildbarkeit des Mannes, seine Unvereinnehmbarkeit durch ein Abbild wie [..] durch die Vorstellung [..]. Die Annäherung an das Gebilde klärt nicht nur nicht auf, sie macht ratlos. Das Gestalthafte des Sehbildes zerfällt [..], und im Zerfallen des Sehbildes zerfallen auch die vielfachen Vorstellungen, die es bewirkt. Zur Würde seiner Individualität ist Diego [..] - erstaunlich genug - mittels eines plastischen Bildwerks beschworen als unantastbar.Giacomettis Diego-Büste ist demnach ein Erkenntnismodell für Individualität [..].” - Max Imdahl

“Vorstellungen haben kein bestimmbares oder endgültiges Aussehen, [..] naturgemäss bleibt es eine offene [..] Frage, ob die in dem einen Beschauer [..] gegenwärtige Vorstellung übereinstimmt mit den Vorstellungen anderer Beschauer und ob irgendeine dieser je möglichen Vorstellungen mit der Person des Mannes selbst übereinstimmt.

Was in Giacomettis [..] Werk [..] thematisch wird, ist die Nichtabbildbarkeit des Mannes, seine Unvereinnehmbarkeit durch ein Abbild wie [..] durch die Vorstellung [..].

Die Annäherung an das Gebilde klärt nicht nur nicht auf, sie macht ratlos. Das Gestalthafte des Sehbildes zerfällt [..], und im Zerfallen des Sehbildes zerfallen auch die vielfachen Vorstellungen, die es bewirkt.

Zur Würde seiner Individualität ist Diego [..] - erstaunlich genug - mittels eines plastischen Bildwerks beschworen als unantastbar.

Giacomettis Diego-Büste ist demnach ein Erkenntnismodell für Individualität [..].”
- Max Imdahl

Es kann sein, dass, wie man gern erklärt, »der Mensch vergeht«. Er vergeht, er ist sogar immer schon vergangen, in dem Masse, als er immer schon seinem eigenen Verschwinden vereignet war.

— Maurice Blanchot

Der Tod geht mich nichts an. Denn wo ich bin, ist der Tod nicht und wo der Tod ist, bin ich nicht mehr.

— Epikur

Egoismus” ist nicht “Selbstliebe”. Gerade der Egoismus bedarf des Hinsehens auf den anderen und auch eines Hinsehens auf seine Werte und Güter und besteht eben dann in der “Nichtberücksichtigung” der Forderungen dieser Werte (…). “Egoismus” ist nicht ein Verhalten “als wäre man allein auf der Welt”, im Gegenteil, er setzt die Gegebenheit des einzelnen als Glied der Gesellschaft voraus. Gerade der Egoist ist von seinem sozialen Ich eingenommen, das ihm sein individuelles intimes Selbst verdeckt! Er ist auch nicht auf seine Werte gerichtet als Werte (…), sondern auf alle Werte, auch alle Werte der Dinge und alle Werte anderer nur, sofern sie seine sind oder werden können, auf ihn Beziehung haben! Das alles ist das genaue Gegenteil der Selbstliebe!

— Max Scheler

Am Ende steht die Daseinsform, die am Anfang stand, nur mit anderen Herrschern und anderem Inhalt. Durch dieses positive Recht besteht die relativ dauernde Ordnung, in der die Gewalt verschleiert, weil nur selten angewendet wird; jeder weiss ihr Dasein und sucht die Anwendung auf sich durch rechtzeitige Unterwerfung unter die faktsichen Gesetze zu vermeiden. ( —- ) Jedenfalls ist ein endgültiger Ruhezustand menschlichen Zusammenlebens weder empirisch da, noch als Möglichkeit konstruierbar, noch als zu verwirklichendes Ideal anschaulich vor Augen.

— Karl Jaspers